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Internationale Standardisierung der Testmethode des DRAPETEST

DRAPETEST implementing ISO 21765

Textechno’s DRAPETEST

Textechno ist stolz zu verkünden, dass die im automatischen Drapierbarkeitsprüfers DRAPETEST implementierte Testmethode zur Bestimmung der Drapierbarkeit nun auf internationaler Ebene normiert ist.

Die neue Norm DIN EN ISO 21765 „Textilien – Bestimmung der Verformbarkeit von Flächengebilden durch erzwungene Umformung“ ergibt sich aus einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der DIN SPEC 8100. Die Entstehung von  Defekten während des Drapier- und Umformprozesses von Geweben und Gelegen liegen im Fokus dieser Norm.

Mit der neuen DIN EN ISO 21765 gibt es nun zum ersten Mal eine standardisierte internationale Prüfmethode, die es erlaubt vergleich- und reproduzierbare Messwerte zur Drapierbarkeit zwischen Kunden und Lieferanten von technischen Gelegen und Geweben auszutauschen.

Neben Gelegen und Geweben, die als Faserverstärkung in Verbundwerkstoffen dienen, ist die neue Norm auch auf Gewebe anwendbar, wie sie z.B. in Möbeln, im Automobilbereich, in Filtern oder auch medizinischen Textilien eingesetzt werden.

Prüfdienstleistungen für Verbundwerkstoffe bei Textechno

Textechno bietet nun auch Prüfdienstleistungen im Bereich der Verbundwerkstoffe an. Bei Textechno können sie neben grundlegenden Fasereigenschaften mit dem FAVIMAT+ auch die Faser/Matrixhaftung mit dem FIMATEST System sowie die Drapierbarkeit von Geweben und Gelegen für Composites auf dem DRAPETEST prüfen lassen. Bei unserem Prüfservice kommt preisgekrönte Messtechnik zur Anwendung. Erfahren sie mehr in der Pressemitteilung und dem Flyer zu unseren Prüfdienstleistungen.

Textechno erhält den DIN Innovationspreis

DP_Inno_blauFür sein einzigartiges Prüfgerät DRAPETEST zur Untersuchung von Geweben und multiaxialen Gelegen sowie für die zu diesem Gerät erstellte DIN SPEC 8100 hat Textechno den DIN Innovationspreis erhalten. Die Preisübergabe fand am 26.4.2016 auf der Hannover Messe im Rahmen des DIN Forums „Standards für die Welt von Morgen“ statt.

Die DIN SPEC 8100 „Automatische Prüfung der Drapierbarkeit an Gelegen und Geweben für endlosfaserverstärkte Werkstoffe“ wurde von Textechno in Zusammenarbeit mit dem DIN sowie der Fa. SAERTEX, dem Faserinstitut Bremen (FIBRE) sowie der Groz-Beckert KG und dem FTA Albstadt entwickelt.

Das richtige Textil für jedes Verbundwerkstoffbauteil

Eines der wichtigsten Probleme in der automatisierten Produktion von gewebe- oder gelegeverstärkten Verbundwerkstoffbauteilen für die Luftfahrt oder die Automobilindustrie sind Fehler die beim Umformen/Drapieren des Textils in die dreidimensionale Form des Bauteils entstehen und unentdeckt bleiben. Die in der DIN SPEC 8100 beschriebene Methode verwendet u.a. eine hochauflösende Kamera mit Bildverarbeitung und solche Defekte während der Drapierung zu detektieren. Dadurch werden Parameter bestimmt, die eine entsprechende Charakterisierung der Textilien erlauben und bei der Auswahl des richtigen Textils für das zu fertigende Bauteil helfen.

Dr. Ulrich Mörschel, Geschäftsführer von Textechno, erklärt: „Mit unseren Produkten möchten wir dazu beitragen, Konflikte zwischen Lieferanten und Kunden von Verstärkungstextilien zu vermeiden. Die Entwicklung der DIN SPEC hat uns die Möglichkeit gegen, in kürzester Zeit einen neuen und nützlichen (Vor-)Norm für die Verbundwerkstoffindustrie zu entwickeln, für die es noch recht wenige Normen gibt.“

Dietmar Möcke, Technischer Geschäftsführer von SAERTEX, dem weltweit führenden Hersteller multiaxialer Gelege und Mitinitiator der DIN SPEC sagt dazu: „Die DIN SPEC bietet erstmalig eine standardisierte Prüfmethode. Diese erlaubt uns nun, unseren Kunden vergleich- und reproduzierbare Messwerte zur Drapierbarkeit an die Hand zu geben. Sie erhalten dadurch einen Überblick über die textilen Eigenschaften und die Performance des Materials.“

„Enormer Mehrwert für die gesamte Verbundwerkstoffindustrie“

Dr. Michael Effing, Geschäftsführer der Fa. AMAC und Berater von Textechno für den Bereich Verbundwerkstoffe fügt hinzu: „Die nach der DIN SPEC 8100 ermittelten Werte bedeuten einen enormen Mehrwert für die Verbundwerkstoffindustrie. Es geht darum sicherzustellen, dass die in Hochleistungsbauteilen für die Windenergie sowie Strukturbauteilen in Automobilen oder Flugzeugen verarbeiteten Carbon- oder Glasfaser-Gewebe oder Gelege die richtigen Materialeigenschaften haben.“

Um die Entwicklung neuartiger Prüfmethoden weiter vorantreiben zu können, verzichten die Partner SAERTEX, Groz-Beckert und FTA Albstadt auf ihren Anteil am Preisgeld, so dass Textechno dem Faserinstitut einen Warengutschein i.H.v. 5000 Euro überreichen konnte.

Textechno gewinnt den DIN Innovationspreis 2016

Die Gewinner des DIN Innovationspreises 2016 bei der Preisübergabe.